
2. Rheinland-Pfalz-Liga Nord
SF Nickenich – SV Koblenz II 3:5
Viel Dusel im NachbarduellMit einem glücklichen Sieg kehrt die Zweite vom Auswärtsspiel aus Nickenich zurück. Die Gastgeber übertrugen die Partien live in die ganze Welt. Die Beobachter wurden gut unterhalten, denn an mehreren Brettern wechselte das Glück mehrfach die Seite. Beginnen wollen wir mit unseren drei Gewinnpartien.
Helmut überlebte den schweren Angriff auf seinen König wie durch ein Wunder. Bei vollem Brett wanderte sein Monarch binnen weniger Züge von g8 nach b5, angepeitscht von den gegnerischen Schachgeboten. Allerdings hätte ein stiller Zug an der richtigen Stelle unseren Teamcaptain zur Aufgabe gezwungen. So aber entschied nach Generalabtausch die Mehrfigur, die Helmut im Laufe des Gefechts einkassiert hatte.
Alexander öffnete in einem Damen-/Leichtfiguren-Endspiel unter Bauernopfer eine wichtige Diagonale für seinen Läufer, der die geschwächte gegnerische Königsstellung anvisierte. Bald darauf entschied er die Partie per Zugzwang für sich. Andre wählte einen recht unorthodoxen Aufbau, aus dem ein unparierbarer Mattangriff hätte entstehen können. Dafür hätte er allerdings einen typischen Computerzug finden müssen. Nachdem sein Gegner die ihm gestellten Aufgaben lösen konnte, stand plötzlich er auf Gewinn. Dann stellte er jedoch durch Andres Abzugsschach seine Dame und damit die Partie ein. Wolfgang versuchte am Spitzenbrett einen Mattangriff zu initiieren, musste dafür aber eine offene Königsstellung in Kauf nehmen, die dem Gegner genug Gegenspiel gab. Nach Damentausch einigte man sich auf ein leistungsgerechtes Remis. Auch Christians Partie fand keinen Sieger, wobei beide Spieler überlegene Stellungen hätten erreichen können. Ohne große Höhepunkte verlief die Partie von Michael, der im Damenbauernspiel ein sicheres Remis erreichte. Thomas, der lange Zeit positionelle Probleme gegen Rüdiger hatte, konnte sich allmählich befreien und in ein Turmendspiel einlenken, das er durch ein frühes Vorpreschen seines Freibauern hätte für sich entscheiden können. So aber verflachte die Partie zum Unentschieden. Jonas übersah in ausgeglichener Stellung ein Damenschach, das ihn leider einen Turm kostete.
Alles in allem können wir uns ob der zwei Punkte nicht beschweren. Damit sollten wir auch mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Ein Lob an die Schachfreunde Nickenich, die in allen Belangen großartige Gastgeber waren. [ATG] ... [weiter]