
Rheinlandliga
SC Nastätten – SV Koblenz III 2½:5½
Souveränes 5½ zu 2½ Match im TaunusZum vorletzten Spieltag der Saison der Rheinland-Liga sind wir am 22.02.2026 in den Taunus zu den Schachfreunden aus Nastätten gereist.
Es ging gleich mit einem doppelten Punktgewinn für uns los. Thomas hat seinen Gegner in einer wenige Züge alten Partie für einen Eröffnungsfehler abgestraft. Dieser kostete den Gegner zwei Bauern und die Rochade. Dass die Partie mit einem zentral, ungeschützt stehenden König gegen Thomas nicht von langer Dauer sein würde, war abzusehen. Nach einem weiteren Läuferverlust hatte Thomas Gegner genug. Ähnlich erging es Aymans Gegner, der sich mit einem klassischen Bauernangriff auf seine Königsstellung konfrontiert sah. Er konnte zwar mit Bauerngewinnen am Damenflügel ein Gegengewicht erreichen, versuchte diese dann aber zu überhastet nach vorne zu bringen. Einige sichernde Verteidigungszüge hätten seinem König gut getan und Aymans spielentscheidenden dreizügigen Mattangriff vermieden.
Im Anschluss folgten zwei Remis an den Brettern 1 und 2. Alfred hatte seinem Gegner für dessen nicht sauber gespielte Eröffnung einen rückständigen Bauern aufgezwungen und sich Initiative durch ein besser entwickeltes, raumgreifendes Figurenspiel geschaffen. In der Folge konnte Alfred die Qualität erobern, wonach es schon nach einem Punktgewinn für Alfred aussah. Ein unscheinbarer und zunächst harmlos erscheinender Bauernzug von seinem Gegner entwickelte sich jedoch zu einem ernsthaften Problem, was Alfred letzlich zwang, einen Läufer für einen Bauern zu geben und dem gegnerischen Remisangebot einzuwillligen. Andre geriet nach gegenläufiger Rochade in einen Rochadeangriff seiner Gegnerin, der ihm eine sauber geführte Verteidigung abverlangte. Nachdem Andre es gelungen war, diesem Angriff den Schwung zu nehmen, verflachte die Partie zusehends, was die Spieler zu einer Punkteteilung führte.
Uli hatte nach einer ausgeglichenen Eröffnung mit einer Turmbatterie Druck auch der offenen c-Linie aufgebaut. Als er dann noch mit seinem aktiven Läuferpaar die gegnerischen Schwerfiguren in Fesselung nehmen konnte, war ein Figurenverlust seines Gegners nicht mehr zu vermeiden. Die Abwicklung zu einem gewonnenen Endspiel war danach Formsache, 4:1.
Nun stellte Henrik mit einer stets ausgeglichen Partie und einer gerechten Punkteteilung den Mannschaftssieg sicher. Er konnte zwar nach der Eröffnung das etwas aktivere Spiel und eine leicht günstigere Bauernstruktur für sich verbuchen, zählbares ergab sich daraus jedoch nicht.
Bharath hatte seinem Gegner im Mittelspiel deutliche Bauernschwächen verpassen können. Bei den Versuchen, diese Bauern zu verteidigen, gelang es Bharath, entscheidendes Material zu erobern. Sein Gegner spielte aber unentwegt tapfer weiter. Bis zum endgültigen Einsehen und zur Aufgabe seines Gegenübers hatte sich Bharath einen überdeutlichen Materialvorteil erspielt.
Elias hatte die Eröffnung korrekt gespielt und sich im Mittelspiel auf einer zentralen Linie Initiative erspielen können. Letztlich konnte er daraus aber keinen zählbaren Profit schlagen. So ging es in ein Bauernendspiel, in welchem beide Spieler eine gegenseitige Majorität bzw. Minorität von zwei bzw. drei verbundenen Bauern auf den Flügeln hatten. Dieses studienhafte Endspiel war anspruchsvoll und nur schwer einschätzbar. So gingen die Meinungen der Mitspieler zu dem Endspiel nachher auch deutlich auseinander. Elias verlor die Partie leider am Ende, gerecht wäre nach dem langen und weitgehend ausgeglichenen Fight ein Remis gewesen.
Nach diesem Sieg belegt die Mannschaft einen guten Mittelfeldplatz mit viel Luft nach unten. Die letzte Runde können wir entspannt angehen. [UBü] ... [weiter]